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So, und jetzt alle bitte recht freundlich nach vorne schauen – Foto! Okay, ist im Kasten, danke!
Klar, wer sich das Bild der Herren 1 ein bisserl genauer anschaut, der sieht schon auch, dass das mit dem in eine Richtung schauen nicht alle mitbekommen haben. Oder eben doch? Auf jeden Fall ist das Mannschaftsfoto ein ziemlich gutes Bild dafür, wie es bei der ersten Männermannschaft ausschaut derzeit. Denn das mit dem „freundlich“, das haben ja eigentlich alle hinbekommen, und das zeigt, dass die Mannschaft der beiden Trainer Tom Eck und Jan Greger auf jeden Fall einen großen Schritt gemacht hat. Die Stimmung im Team ist super, das Gemeinschaftsgefühl schon vor der Saison richtig groß – und das kann noch ziemlich wertvoll werden in der kommenden Saison. Und vielleicht auch in den kommenden Jahren.
So weit voraus geht die Perspektive dieser Mannschaft auf jeden Fall, das sagt auch Trainer Tom Eck: „Wir haben hier kein fertiges Team, sondern einen Kader, der sich erst entwickelt. Eigentlich hat die Mannschaft ein ganz neues Gesicht im Vergleich zur Saison 2010/2011. Erstens, weil einige neue Spieler dabei sind und zweitens, weil sich auch die alten verändert haben. In ihrer Persönlichkeit, in ihrer Rolle innerhalb der Mannschaft und auch sportlich. Und das merken auch wir Trainer.“
Wir – dieses Wort hat sowieso einen ganz neuen Stellenwert bei den Hachinger Herren. Wir, das heißt, dass Eck und Greger zusammen das Trainergespann bilden. „Ich bin mehr fürs physische zuständig und habe auch die Verantwortung bei der zweiten Mannschaft dazu übernommen, Tom macht mehr taktische und technische Aufgaben im Training“, erklärt Greger das Modell, in dem er in diesem Jahr aber nur noch als Coach dabei ist. Seine Zeit als Spielertrainer hat er beendet, auch weil die Gelenke nicht mehr so ganz wollten.
Er tritt damit sozusagen in Phase II seiner Trainertätigkeit in Haching ein – und mit ihm das Team. „Das ist eine ganz gute Metapher“, sagt auch Eck. „Die erste Phase war im vergangenen Jahr, als wir uns erst zusammenfinden mussten. Da hat es auch innerhalb des Teams öfters geknirscht. Das haben wir in diesem Jahr nicht mehr. In der Vorbereitung hat sich gezeigt, dass wir eine super Stimmung im Team haben.“
Und – wie erwähnt – die wird auch nötig sein. Das Auftaktprogramm (Friedberg, Niederraunau, Immenstadt) ist richtig knackig, zudem kommen etliche Spieler erst kurz vor oder während der Saison zur Mannschaft. Sei es wegen Verletzungen, sei es wegen beruflicher Termine. „Das macht es natürlich nicht so einfach“, warnt Eck.
Dafür, dass die Mannschaft trotzdem stabil bleibt, sorgen auch ein paar Rückkehrer: Zum Beispiel im Tor unser ewig-junger Marek Schulze, im Feld der nach Kreuzbandriss und Achillessehnenriss wieder angriffslustige Thomas Schibschid sowie Markus Walk, der mit einiger Regionalligaerfahrung wieder "nach Hause" kommt.
Alle drei können nach ihrer langen Absenz ja schon wieder als Neuzugänge gewertet werden und haben die richtige Ausstrahlung, um das Team auf Kurszu halten in dieser Phase II.
„In dieser Phase II wollen wir uns stabilisieren, und wir wollen ein Team weiterentwickeln, das wirklich großes Potenzial hat“, sagt Eck. Wobei er aber vor zu großen Erwartungen angesichts dieser Möglichkeiten warnt. „Es ist natürlich schon schön, mit solchen Leuten und dazu mit ein paar jüngeren Spielern zu arbeiten. Das ist eine gute Mischung – aber wir haben auch Defizite: Wir brauchen Zeit, um die vielen neuen Spieler an ein System zu gewöhnen. Und wir werden im körperlichen Bereich – vor allem in der Abwehr – sehen, dass uns da ein paar Zentimeter oder Kilogramm fehlen.“
Und was tun, um diese Nachteile wettzumachen? Nun ja, da wären wir wieder beim Mannschaftsfoto, der guten Stimmung im Team – und vor allem dem Wissen, dass auf dem Spielfeld garantiert alle in eine Richtung schauen werden und alle zusammen für eine möglichst gute Platzierung in dieser Landesligasaison kämpfen werden.
Also dann: Auf in die neue Saison – und bitte recht freundlich!
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