Wir sind Haching!

Newsarchiv.

20.07.09

Lansche Fahnen

Haching auf Kreuzzug im bayerischen Pokal - 23:22-Sieg in Simbach!

Unter dem Motto "Jugend forsch(t)" stand das Auswärtsspiel in der ersten Runde des Bayernpokals, denn keiner der Hachinger Spieler gehörte der Ü-dreißig Fraktion im Team an - mit Ausnahme von Spielertrainer Jan Greger. Warum? Es fehlten u.a. Gregor Christoforis, Marek Schulze, Thomas McKie Bernd Nitschke sowie Co-Trainer Tom Brenner.

Auf der Bank übernahm Andi "Schaufel" Mayr, der Ziehsohn von Nutella-Tom, das Kommando, und der noch verletzte Neuzugang Chris Flaucher glänzte am Zeitnehmertisch. Die beiden Torhüter unserer Zweiten, Christian "Schildie" Platzer und Tobias "Wadl" Kunstwadl, ersetzten die verhinderten die Stammkeeper Schulze & McKie. Die beiden halfen mit, die Schlacht von Simbach siegreich zu gestalten. Sie wollten unbedingt ihre Chance nutzen - gerüchteweise hatten sie ihre Hausaufgaben vorher gut gemacht und sich die Wurfbilder der Simbacher Spieler im Internet bei Youtube runtergeladen. Die Lösung mit den Ersatztorhütern zu spielen, brachte zudem den psychologischen Vorteil, dass sich die Abwehr vorsichtshalber noch mehr ins Zeug legte.

Von Anfang an war es ein munteres und spannendes Spiel, bei dem kein Team so richtig wegziehen konnte. Ständig wechselte die Führung, nur kurz vor der Halbzeit zogen die Hachinger mit drei Toren davon und gingen schließlich mit 14:12 in die Pause. In der zweiten Halbzeit merkte man dann, dass der Bayerligiste sich gegen die drohende Pleite aufzubäumen versuchte: Unter anderen wurde nun der etatmäßige Torhüter eingewechselt. Doch Haching schaffte es, durch eine konzentrierte Abwehrleistung, das gegnerische Angriffsspiel zu unterbinden und selbst immer wieder konsequent den eigenen Angriff vorzubereiten und zu vollenden. Gregers Team führte zwischenzeitlch verdient mit 19:15 - doch nun mussten die Hachinger dem hohen Tempo und der enormen Laufbereitschaft Tribut zollen: Die Folge: Simbach hatte kurzfristig das Heft in der Hand. Die Hausherren witterten ihre Chance und zeigten, warum sie (noch?) eine Klasse höher spielen. Zehn Minuten vor Schluss führte Simbach 20:19 und die meisten Fans dachten, damit sei der HHachinger Kampfgeist gebrochen. Doch die Zuschauer in der gut gefüllten Simbacher Halle rieben sich verwundert die Augen, als sich plötzlich der Landesligist wieder auf seine eigenen Stärken besann und Martl Dauhrer mit zwei blitzsauberen Toren wieder die Führung rausschoss (21:20).

Die Schlussphase war dann richtig heiß, Simbach glich jede Hachinger Führung postwendend aus. Beim Stand von 23:22 für Haching waren noch 35 Sekunde zu spielen und der Gast hatte Ballbesitz - natürlich nahm "Schaufel" die Auszeit und schwor die Jungs auf den letzten Angriff ein. Am Kreis wurde ein Spieler frei gespielt, doch leider war dieser im Abschluss nicht erfolgreich... Dadurch hatte Simbach noch einen Angriff Zeit, um sich in die Verlängerung zu retten. Doch gleich mehrere Wurfversuche aus dem Rückraum scheiterten an der Hachinger Abwehr und somit steht der Landesligist verdient in der zweiten Runde des BHV-Pokals. Die nächste Runde findet am 19.9. oder 20.9. statt, es wird also ein letzter Härtetest vor der Saison.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Hachinger es geschafft haben, den Klassenunterschied durch Team- und Kampfgeist wettzumachen. Das geheime Wundermittel: vielleicht der neue Kassettenrekorder in der Umkleidekabine mit seinen sanften Technobässen, der das alte Gefühl des "mia san mia" in die Truppe zurück brachte.

Jens Theissen

Für Haching spielten: Platzer (TW),  Kunstwadl (TW), Elter, Dauhrer (4), Denz (4), Borschel (5), Dellner (6), Greger, Theißen, Möllerhenn (2), Schulze A. (2), Stüttgens